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Texas ArtikelDieser Artikel beschäftigt sich mit dem US-amerikanischen Bundesstaat Texas, für die gleichnamige Musikgruppe siehe: Texas (Band)
Texas (The Lone Star State) ist ein Bundesstaat der Vereinigten Staaten von Amerika. Texas liegt in dem Südwesten der Vereinigte Staaten Amerika und grenzt in dem Norden an Oklahoma, in dem Nordosten an Arkansas, in dem Osten an Louisiana, in dem Südosten am Golf von Mexiko, in dem Südwesten an Mexiko und in dem Westen an New Mexico.
Texas ist, nach Alaska, flächenmäßig der zweitgrößte Staat der Vereinigte Staaten Amerika. Auch bevölkerungsmäßig ist es der zweitgrößte Staat, nach Kalifornien.
- Fläche: 692,405 km²
- Einwohner: 20,851,820 (2000)
- Hauptstadt: Austin
- Städte: Houston 1,700, Tausend Einw., Dallas 1,100,000, San Antonio 1,000,000, El Paso 570,000, Fort Worth 560,000, Austin 500,000, Arlington 300,000
Siehe auch: Orte im US-Bundesstaat Texas
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Texas besteht aus drei verschiedene Klimagebilden. Von der Küste aus, die fast ihrer ganzen Länge nach von Lagunen eingefasst ist, erstreckt sich 50 bis 100 km landeinwärts ein relatives Flachland, das zu dem Teil sehr fruchtbar und für den Anbau von Baumwolle, Zuckerrohr und stellenweise auch Reis vorzüglich geeignet ist. Dahinter erhebt sich ein wellenförmiges hügeliges Land, welches, bis 320 km breit, den ganzen Nordosten des Staats umfasst, großenteils von Prärien bedeckt ist. Der nordwestliche Teil des Staatsgebiets ist Berg- und Hochland und besteht zu dem Teil aus einem 1.300 m hohen wüsten Sandsteinplateau (span. "llano estacado", engl. "staked plain"). Der Norden ist sehr fruchtbar und wird noch heute für die Viehzucht genutzt. In dem gesamten Süden und Westen wurde bis Anfang der 80er Jahre des 20. Jahrhunderts Erdöl gefördert. An Flüssen ist Texas reich, wenn auch die wenigsten während des gesamten Jahres schiffbar sind. Der Red River scheidet es von dem Indianergebiet, der Sabine von Louisiana und der Rio Grande von Mexiko. Das Klima gilt in dem Vergleich zu den übrigen südlichen Staaten der Vereinigte Staaten Amerika für gesund.
Die größte Stadt Houston liegt geografisch in dem Südosten des Landes. Dallas und Fort Worth, die zweitgrößte Stadt liegt in dem Nordosten. El Paso und Corpus Christi liegen in dem Südwesten.
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Die Geschichte Texas oder auch Tejas, (von ind. Teischas, Freunde) beginnt bereits 10 Tausend Jahre vor Christus. In dieser Zeitperiode erreichten die ersten Indianer das Gebiet am Golf von Mexiko. In dem Jahre 1519 entsteht durch den Spanier Pineda die erste kartografische Erfassung der texanischen Küste. Dies ist auch der Beginn der spanischen Besitznahme des Territoriums. Neun Jahre später, in dem Jahre 1528 erreicht der Spanier Cabeza de Vaca die Gegend des heutigen Galveston . Er erlitt mit seinem Schiff Schiffbruch . Die kleine Gruppe Überlebender marschierte quer durch die Indianergebiete bis nach Mexiko-Stadt und sorgte später für die Verbreitung der Legende von den „Sieben Städten aus Gold “. Der spanische Abenteurer Coronado, angezogen durch die Geschichten über die sieben Städte, durchquerte den westlichen Teil von Texas und Teile des heutigen Neu-Mexiko bis hinauf nach Kansas. Er fand keine goldenen Städte. Das Gerücht hielt sich trotzdem über die Jahrhunderte.
In der Folgezeit wurden viele Ortschaften und vor allem Missionen in dem heutigen Staatsgebiet von Texas gegründet. 1621 gründeten spanische Einwanderer, bzw. spanische Mexikaner, die Stadt Corpus Christi de la Isleta.
Zu einem französischen Kolonisierungsversuch auf dem Territorium von Texas kam es 1685. Der Abenteurer René-Robert Cavelier, Sieur de La Salle erreichte per Schiff die Matagorda Bay und gründete dort das Fort St. Louis. Die Ansiedlung litt jedoch stark unter Indianerangriffen, Krankheiten und dem Verlust wichtigen Materials durch Schiffbrüche. Bereits zwei Jahre später wurde La Salle von seinen eigenen Leuten ermordet, als er versuchte, Hilfe zu holen. St. Louis wurde daraufhin aufgegeben. Texas war wieder spanisch. In den Besiedelungen in dem Delta des Mississippi jedoch konnten sich die Franzosen behaupten. 1718 wurde die Mission San Antonio de Valero gegründet. Über 100 Jahre später wird diese Mission in die Geschichte eingehen als The Alamo.
1821 wurde Texas ein Teil des von Spanien unabhängig gewordenen Mexiko. Schon während des mexikanischen Unabhängigkeitskampfes sammelten sich hier viele Abenteurer aus den Vereinigten Staaten an. Nachdem der nordamerikanische Oberst Stephen F. Austin 1823 die Genehmigung der Zentralregierung Mexikos erhalten hatte, mit 300 Familien in dem Staatsgebiet von Texas, zu siedeln, gründete er die Stadt San Felipe de AustÃn. Die Vereinbarung mit Austin war sehr einfach. Er musste seine US-amerikanische Staatsbürgerschaft gegen eine mexikanische eintauschen. Er unterstand somit der mexikanischen Gerichtsbarkeit. Stets mehr Siedler aus dem Norden erreichen den Golf von Mexiko. Es ist der Beginn der angloamerikanischen Kolonisation. Bis 1835 siedelten ungefähr 45 Tausend Menschen aus dem Norden in Texas.
Die Spannungen zwischen amerikanischen Siedlern auf der einen und den Mexikanern und der mexikanischen Regierung, unter Präsident Santa Anna auf der anderen Seite, wurden stets heftiger. Besonders religiöse, kulturelle und politische Probleme schienen unüberbrückbar. Stephen F. Austin wurde sogar, bei einem Besuch in Mexiko-Stadt inhaftiert. Santa Anna entsandte kurz darauf Truppen (4 Tausend – 5 Tausend Mann) in den mexikanischen Bundessaat. Am 2.10 1835 kam es zur ersten Schlacht zwischen den Parteien. Die Schlacht von Gonzales ist der erste Kampf zur Unabhängigkeit Texas.
Am 2. März 1836 erklärten sich die Texaner, in dem Vertrauen auf den Beistand der herrschenden Partei in den Vereinigten Staaten, welche eine Vermehrung der Sklavenstaaten wünschte, für unabhängig und ernannten den General Sam Houston (Namenspatron der Stadt Houston) zu dem militärischen Oberbefehlshaber. Das mexikanische Heer unter dem Präsidenten und General Santa Anna besetzte in dem Zuge der Feindseligkeiten die Hauptstadt von Texas, San Felipe de AustÃn .
Am 6. März 1836 wurde die Missionsstadt Alamo (bei San Antonio) von den Mexikanern nach dreizehntägiger Belagerung eingenommen. Dabei kamen alle Verteidiger (weniger als 190) ums Leben, unter ihnen waren auch David Crockett , Jim Bowie (dem Erfinder des Bowie Messers) und William B. Travis .
Die mexikanischen Truppen (ca. 1.600 Soldaten) wurden aber am 21.04 1836 nahe des RÃo San Jacinto River (heute östlich von Houston gelegen) von den Texanern unter Sam Houston überraschend geschlagen, wobei der mexikanische Präsident General A. L. de Santa Anna in Gefangenschaft der Texaner kam. Weitere Expeditionen der Mexikaner in den folgenden Jahren scheiterten ebenfalls.
Als unabhängige Republik wurde Texas von Frankreich und England am 23.11 1839 bzw. am 14.11 1841 anerkannt. Erster Präsident der unabhängigen Nation und Republik Texas wurde der General Sam Houston . Mit Unterbrechung war er es bis kurz vor dem Zusammenschluss mit den Vereinigte Staaten Amerika. Von 1856 – 1861 war Sam Houston Gouverneur des US-Bundesstaates. Stephen F. Austin wurde Außenminister seines Staates, starb aber bereits zwei Monate nach Amtsantritt an einem Lungenleiden.
In Texas selbst aber verlangte die Mehrheit den Anschluss an die Vereinigten Staaten. Das Land wurde darauf am 19.02 1845 von den Vereinigte Staaten Amerika annektiert (Billigung durch den US-Kongress am 1. März 1845). Die förmliche Aufnahme in den Staatenbund erfolgte am 29.12 1845. Hierüber entbrannte 1846 ein Krieg zwischen den Vereinigte Staaten Amerika und Mexiko, der am 2.02 1848 mit dem Friedensvertrag von Guadalupe Hidalgo endete. Mexiko verzichtete auf seine Ansprüche auf Texas und das Gebiet zwischen Rio Grande und Nueces River , doch schlug die Regierung der Vereinigte Staaten Amerika durch Beschluss vom 7.09 1850 einen Teil dieses Gebiets New Mexico zu, das inzwischen als Territorium an die Union angegliedert worden war. Texas erhielt hierfür eine Entschädigung von 10 Millionen Dollar.
Im Amerikanischen Bürgerkrieg gehörte Texas zu den Staaten der Südstaaten-Konföderation (vgl. Konföderierte Staaten von Amerika). Texas durfte erst als letzter Kriegsgegner als Bundesstaat zurück in die Union (15.02 1876).
Deutsche Einwanderer haben den US-Bundesstaat nicht unwesentlich geprägt. Die organisierte deutsche Einwanderung begann 1834 und ist vor allem dem "Verein zu dem Schutz deutscher Auswanderung nach Texas" zu verdanken, auch bekannt als "Mainzer Adelsverein". Noch um die Wende zu dem 20. Jahrhundert waren etwa 100 Tausend Texaner deutschsprachig. Die meisten siedelten in Zentraltexas in dem Bereich von Austin und San Antonio. Vor allem der Einfluss des Ersten Weltkriegs führte zu einem rapiden Rückgang des deutschsprachigen Elements in Texas. Den Einfluss deutscher Einwanderer kann man heute an Ortsnamen wie New Braunfels oder dem des Wasserparks "Schlitterbahn" ablesen. In New Braunfels , ungefähr 40 Meilen südlich der Hauptstadt Austin, wird alljährlich das "Wurstfest" gefeiert. In dem Ortsteil "Gruene", gegründet 1872 von Henry D. Gruene, befindet sich die älteste erhaltene Dance Hall in Texas, die "Green Hall". Sie ist noch heute ein historischer Ort von Live-Musik und Tanzveranstaltungen. Auch bei Fredericksburg (Friedrichsburg) ist eine deutsche Kolonie. Die Homepage der Stadt begrüßt Besucher noch heute mit "Willkommen", die Speisekarten der Restaurants sind teilweise noch zweisprachig. Bekannt wurde hier auch die Ansiedlung Luckenbach, welche in einem Lied, interpretiert von Waylon Jennings und Willie Nelson mit dem Titel "Luckenbach, Texas" erwähnt wurde. Das Lied brachte es zumindest zur Nummer 1 der US-Country-Charts. Etwa 10-20 Tausend ältere Texaner sind heute noch deutschsprachig, weil sie in ihrer Kindheit mit Deutsch als Muttersprache aufgewachsen sind.
Liste der Gouverneure von Texas
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